Am Nachmittag des 4. April stand er dann so bei mir im Hof, einerseits überglücklich, andererseits voller Zweifel, ob er wirklich Gold gefunden hatte.
Wir haben dann gemeinsam nach Gewicht und Wasserverdrängung eine Volumenbestimmung gemacht und es gab keinen Zweifel: Goldfund in der Katze, und was für einer!
Ca. 20 mm lang und beinahe 10 Gramm schwer. Er reihte sich damit in die Reihe der größten Nuggets im Schwarzatal ein. Der Goldspezialist Dr. Schade konnte bestätigen: Das ist das reine Gold des Schwarzatals.
So weit, so gut.
Was dann einsetzte, hatte keiner geahnt. Es wurde gelacht, gezweifelt, verspottet und die Regenbogenpresse stürzte sich auf das Thema. Für sie war es ein gefundenes Fressen! Aus einem eigentlich historischen Ereigniss wurde eine "Sensation" gemacht. Auf einmal fanden viele Leute riesige Nuggets, meist fürchterlich plump gefälscht und nicht aus dem Gold des Schwarzatals hergestellt.

An der Fundstelle glitzerte es auf einmal nur so von Gold, das sich allerdings schnell grünlich verfärbte, es hatten irgendwelche Scherzbolde Kupferspäne in den Fluss gestreut. Es wimmelte nur so von Spezialisten der Goldwäscherei, "Fachleute über Fachleute" versuchten das Geschäft ihres Lebens zu machen. Doch der Spuk war schnell vorbei. Was blieb, waren echte Goldsucher, die voller Freude den Fluss durchackerten und immer wieder Goldflitter auswaschen konnten. Wer richtig fleißig war, der brachte schon mal ein paar Gramm zusammen, im Laufe der Jahre, versteht sich. So einen "Brocken", wie auf dem Bild gezeigt, fand bisher keiner mehr.

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